Warum Shops Shopify verlassen
Typische Gründe sind wiederkehrende App-Kosten, Transaktionsgebühren bei Drittanbieter-Zahlungsdiensten, ein schwer anpassbarer Checkout und der Wunsch, Commerce und Content auf einer WordPress-Installation zu betreiben. WooCommerce hat keine Plattformgebühr und legt die gesamte Datenbank auf Ihrem eigenen Server ab, was für Händler mit strengen Anforderungen an den Datenstandort oder umfangreicher B2B-Anpassung zählt. Die andere Seite ist der Betrieb: Hosting-Performance, Backups, Plugin-Updates und PCI-Umfang liegen jetzt bei Ihnen oder Ihrer Agentur.
Produkte, Varianten und Metafelder
Shopify-Produkte mit bis zu drei Optionsdimensionen lassen sich sauber auf variable WooCommerce-Produkte mit Attributen und Variationen abbilden. Die Ausnahme sind Metafelder: WooCommerce hat kein eingebautes Pendant, jedes Metafeld wird daher auf ein Produktattribut, ein benutzerdefiniertes Feld oder die Datenstruktur eines bestimmten Plugins abgebildet. Kollektionen werden je nach Nutzung zu Produktkategorien oder Schlagwörtern; regelbasierte Smart Collections müssen als Kategorien mit manueller Zuordnung oder über ein Filter-Plugin neu aufgebaut werden. Bilder, SKUs, Gewichte und Bestände wandern über den CSV-Importer oder einen direkten API-zu-Datenbank-Prozess.
Kunden, Bestellungen und Inhalte
Kunden werden mit Adressen und Marketing-Einwilligung importiert; Passwörter werden auf beiden Plattformen unterschiedlich gehasht und nie übertragen. Die Bestellhistorie wird für Auswertungen und Kundenservice importiert, Status werden auf WooCommerce-Pendants abgebildet. Shopify-Seiten und Blogposts werden zu WordPress-Seiten und -Beiträgen, meist ein Gewinn an Bearbeitungsflexibilität. Rabattcodes und Geschenkkarten brauchen eine Prüfung, weil WooCommerce-Gutscheine und Geschenkkarten-Plugins die Shopify-Regeln nicht exakt spiegeln.
URLs, Weiterleitungen und Launch
Shopify erzwingt die Präfixe /products/, /collections/ und /pages/; WordPress lässt Permalinks frei gestalten - eine Chance für eine sauberere Struktur. Jede indexierte Shopify-URL muss vor dem Domainumzug über eine vom neuen Shop ausgelieferte 301-Weiterleitung auf eine WooCommerce-URL zeigen. Wir testen Weiterleitungskarte, Ladezeit und Checkout auf einem Staging-Server und stellen dann den DNS um, wobei der Shopify-Shop kurz parallel offen bleibt. Weiterleitungen sichern URL-Kontinuität und senken das Risiko; Rankings lassen sich nicht garantieren.
Häufig gestellte Fragen
Können Shopify-Metafelder zu WooCommerce migriert werden?
Ja, aber nicht automatisch. Jedes Metafeld wird auf ein WooCommerce-Attribut, ein benutzerdefiniertes Feld oder eine Plugin-Struktur abgebildet, die Ihr Theme anzeigen kann.
Behalten Kunden nach dem Wechsel zu WooCommerce ihre Passwörter?
Nein. Passwort-Hashes sind plattformspezifisch. Kunden erhalten im neuen Shop einen Reset-Link, idealerweise als Teil der Launch-Ankündigung.
Welches Hosting braucht WooCommerce nach dem Abschied von Shopify?
Managed WordPress-Hosting mit PHP 8, Object Caching und täglichen Backups ist das praktische Minimum für einen Shop, der zuvor auf der Shopify-Infrastruktur lief.
Verliere ich SEO, wenn ich Shopify verlasse?
Die URL-Muster ändern sich, deshalb ist eine vollständige 301-Weiterleitungskarte Pflicht. Mit Weiterleitungen, Canonical-Tags und neu eingereichter Sitemap sinkt das Risiko, aber keine Migration garantiert unveränderte Rankings.