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Migrationsglossar

Replatforming

Replatforming bedeutet, einen Ecommerce-Shop von einer Plattform auf eine andere umzuziehen - kein Redesign auf derselben Plattform und kein kleines Versions-Update, sondern ein echter Wechsel des zugrunde liegenden Systems, das Ihren Shop betreibt. Es ist der Oberbegriff für das gesamte Projekt: Datenmigration, Weiterleitungsplanung, Theme-/Storefront-Neuaufbau und die Neuverbindung von Integrationen sind alles Bausteine eines Replatforming-Vorhabens.

Was als Replatforming zählt (und was nicht)

Der Wechsel von Magento zu Shopify ist Replatforming. Das Upgrade von Magento 1 auf Magento 2 lässt sich ebenfalls als Replatforming einordnen, da sich die zugrunde liegenden Systeme so stark unterscheiden, dass eine echte Migration nötig ist, kein bloßes Update. Ein Theme-Redesign auf derselben Plattform oder das Hinzufügen einer neuen App bzw. eines Plugins ist dagegen kein Replatforming - das zugrunde liegende System und Ihr Datenmodell bleiben unverändert.

Häufige Gründe für Replatforming

Der Auslöser ist meist einer oder mehrere der folgenden: Die aktuelle Plattform kann eine benötigte Funktion oder das Wachstum des Geschäfts nicht mehr abbilden, die laufenden Kosten für den Betrieb einer selbst gehosteten Plattform (Hosting, Sicherheits-Patches, PCI-Compliance) rechnen sich nicht mehr, die Plattform erreicht das Ende ihres Lebenszyklus oder verliert den Herstellersupport, oder das Unternehmen ist über das hinausgewachsen, was ein templatebasierter Storefront leisten kann. Selten ist es ein einzelner Grund - meist summiert sich Reibung so lange, bis sie den Aufwand und das Risiko des Wechsels aufwiegt.

Warum Replatforming als Projekt behandelt wird, nicht als Aufgabe

Das größte Risiko beim Replatforming liegt nicht in der Wahl der neuen Plattform - es liegt in allem, was korrekt mitziehen muss, damit das Unternehmen keine Daten, kein SEO-Ranking und keine betriebliche Kontinuität verliert: der Katalog, Kundendatensätze, Bestellhistorie, die URL-Struktur samt Weiterleitungen, Lieferanten-Feeds und jede individuelle Logik, die die alte Plattform ausgeführt hat. Es als einzelne Import-Aufgabe statt als geplantes Projekt zu behandeln, ist die häufigste Quelle des tatsächlichen Risikos in einer Migration.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert Replatforming üblicherweise?

Das hängt stark von der Kataloggröße, der Datenkomplexität, der Anzahl bestehender Integrationen und dem Umfang individueller Funktionalität ab, die neu aufgebaut werden muss - einen universellen Zeitplan gibt es nicht. Eine realistische Schätzung geben wir erst nach der Bewertung des konkreten Shops, nicht als pauschale Zahl.

Muss ich replatformen, wenn ich nur ein neues Design möchte?

Nein - ein Redesign auf Ihrer aktuellen Plattform ist meist einfacher und risikoärmer als Replatforming und erfordert weder Datenmigration noch den Neuaufbau von Integrationen. Replatforming ist sinnvoll, wenn die Plattform selbst die Einschränkung ist, nicht nur ihr Erscheinungsbild.

Was ist das größte Risiko bei einem Replatforming-Projekt?

Der Verlust von SEO-Ranking durch fehlerhafte Weiterleitungen sowie Datenqualitätsprobleme (defekte Varianten-Beziehungen, verlorene Kundendatensätze, nicht übereinstimmende Bestellhistorie) durch eine unvollständige oder naive Datenmigration - beides lässt sich durch sorgfältige Planung vermeiden, und beides tritt häufig auf, wenn nicht dafür geplant wird.

Kann ich ohne jegliche Ausfallzeit replatformen?

Ausfallzeiten lassen sich durch sorgfältige Planung des Umstiegs minimieren (Staging, Timing des DNS-/Traffic-Wechsels, finaler Datenabgleich), aber null Ausfallzeit als Garantie zuzusagen, ist etwas, das wir ohne Kenntnis Ihres konkreten Setups nicht versprechen - wie wir dieses Thema ehrlich behandeln, lesen Sie auf unserer Security-Seite.

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