Beginnen Sie beim Katalog, nicht bei der Feature-Liste
Zählen Sie Produkte, Varianten und Parameter und schauen Sie, wie sie zusammenhängen. Drei Optionsdimensionen mit einem sauberen Satz Filterattribute passen in fast jede Plattform. Nach Produkttyp unterschiedliche Attributsets, Bundles, Konfiguratoren, B2B-Preislisten oder Tausende Varianten engen die Auswahl auf Plattformen mit reicherem Datenmodell ein, etwa Adobe Commerce, Shopware oder einen Composable-Stack. Notieren Sie die fünf sperrigsten Produkte Ihres Katalogs und fragen Sie jede Kandidatin, wie sie diese speichern würde; die Antworten verraten mehr als jede Vergleichstabelle.
Markt, Sprache und Integrationen
Ein Shop für tschechische und slowakische Kunden braucht lokale Versanddienstleister, Zahlungsanbieter, Preisvergleichs-Feeds und Rechnungsregeln. Shoptet oder Upgates liefern das nativ; eine globale SaaS-Plattform schafft es über Apps mit Zusatzkosten und Wartung. Verkauf in mehrere Länder wirft andere Fragen auf: Sprachmutationen, Währungen, Mehrwertsteuer und ob ein Shop oder mehrere die richtige Form sind. Listen Sie die Systeme, die angebunden bleiben müssen - ERP, Buchhaltung, Lager, PIM, Marktplatz-Feeds - und prüfen Sie, ob jede Kandidatin einen gepflegten Konnektor hat oder nur eine API, gegen die Sie selbst bauen müssten.
Datenhoheit, Kosten und Migrationsweg
Gehostete Plattformen tauschen Kontrolle gegen Komfort: Sie rühren die Datenbank nicht an, patchen aber auch nie einen Server. Open-Source-Plattformen geben Ihnen Daten und Verantwortung. Gesamtkosten umfassen Lizenz oder Tarif, Hosting, Apps oder Extensions, Agenturstunden und die interne Zeit für Updates. Bepreisen Sie zuletzt die Migration selbst: wie viele Daten Sie übernehmen, ob Bestellhistorie und Kundenkonten zählen, wie viele URLs Weiterleitungen brauchen und welche Sonderfunktionen neu gebaut werden müssen. Eine auf dem Papier günstigere Plattform kann mit dem Migrationsaufwand teurer werden.
Warnsignale, die die Entscheidung stoppen sollten
Seien Sie vorsichtig, wenn eine Plattform nicht zeigen kann, wie ein bestimmter Datentyp aus Ihrem aktuellen Shop abgebildet wird, wenn eine wesentliche Integration nur als Drittanbieter-App mit unklarer Wartung existiert, wenn der Anbieter verspricht, dass sich Rankings nach der Migration nicht ändern, oder wenn niemand erklären kann, wie Sie die Plattform später wieder verlassen. Eine kurze Discovery mit echten Datenproben klärt das meiste, bevor Sie etwas unterschreiben.
Häufig gestellte Fragen
Sollte ich die Plattform vor oder nach der Migrationsbewertung wählen?
Idealerweise fließt die Bewertung in die Wahl ein. Eine kurze Discovery mit echten Produkt-, Kunden- und Bestellproben zeigt, wie jede Kandidatin Ihre Daten speichern würde und wie viel Neuaufbau die Migration bräuchte.
Ist eine gehostete Plattform immer günstiger als Open Source?
Nicht immer. Gehostete Plattformen haben planbare Gebühren, aber App-Kosten summieren sich; Open Source hat keine Lizenzgebühr, braucht aber Hosting, Updates und Entwicklerzeit. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre inklusive Migration.
Wie wichtig ist die Ecommerce-Plattform für SEO?
Weniger als der Migrationsprozess. Jede gängige Plattform kann gut ranken; Sichtbarkeit verliert man durch eine fehlende Weiterleitungskarte, veränderte Inhalte oder langsame Seiten nach dem Umzug.
Kann ich die Plattform später erneut wechseln?
Ja, solange Ihre Daten exportierbar bleiben. Prüfen Sie vor der Wahl, dass Produkte, Kunden, Bestellungen und Inhalte strukturiert exportiert werden können, damit die nächste Migration ohne Anbieterhilfe möglich ist.