Datenmodell: fest versus offen
Shopify-Produkte haben ein festes Schema mit bis zu drei Optionsdimensionen und Metafeldern für alles Weitere; Kollektionen sind manuelle oder regelbasierte Listen, kein Taxonomiebaum. WooCommerce-Produkte sind WordPress-Beiträge mit unbegrenzten Attributen, benutzerdefinierten Feldern und verschachtelten Taxonomien. Der Weg zu Shopify ist deshalb Konsolidierung - die Entscheidung, wo jedes eigene Feld hingehört -, der Weg zu WooCommerce meist das Mapping eines kleinen, aufgeräumten Modells in ein größeres. Shops mit stark strukturierten Katalogen migrieren meist leichter Richtung Shopify; Shops mit ungewöhnlichen Daten verlieren Richtung WooCommerce weniger.
Datenhoheit, Hosting und Kosten
Shopify berechnet einen Tarif plus Transaktionsgebühren bei fremden Zahlungsdiensten und App-Abos; dafür gibt es keinen Server, kein Patchen und keinen PCI-Umfang auf Ihrer Seite. WooCommerce hat keine Lizenzgebühr, aber Sie zahlen Managed-WordPress-Hosting, Plugin-Lizenzen und die Entwicklerzeit, die Updates sicher hält. Über drei Jahre liegen die Summen oft näher beieinander, als beide Lager behaupten. Der eigentliche Unterschied ist, wo das Risiko sitzt: Bei Shopify kann die Plattform Regeln und Preise ändern; bei WooCommerce kann ein vernachlässigter Plugin-Stack den Shop lahmlegen.
Inhalte und SEO
WordPress ist ein vollwertiges CMS, WooCommerce-Shops mit großen Blogs, Landingpages und eigenen Templates behalten also alles an einem Ort. Seiten und Blog von Shopify sind einfacher, und content-starke Shops betreiben oft WordPress für Inhalte neben Shopify für den Verkauf. Bei SEO sind die Plattformen gut konfiguriert gleichwertig; in einer Migration zählt die URL-Änderung. Shopify erzwingt die Pfade /products/ und /collections/, WordPress-Permalinks sind frei, deshalb braucht jede Migration zwischen beiden eine vollständige 301-Weiterleitungskarte. Weiterleitungen senken das Risiko; Rankings sind nie garantiert.
Welche Shops zu welcher Plattform passen
Shopify passt meist zu Shops, die planbaren Betrieb wollen, über Markets in mehrere Länder verkaufen, Standard-Fulfilment nutzen und einen Katalog haben, der in drei Optionsdimensionen passt. WooCommerce passt zu Shops, die eigene Checkout-Logik, B2B-Preise, ungewöhnliche Produktstrukturen, tiefe Content-Integration oder strenge Datenresidenz brauchen. Trifft keine Beschreibung klar auf Sie zu, beantwortet eine kurze Discovery mit echten Produkt- und Bestellproben die Frage schneller als jede Vergleichstabelle.
Häufig gestellte Fragen
Ist Shopify besser für SEO als WooCommerce?
Keine Plattform hat einen inhärenten Vorteil. Die Sichtbarkeit nach einer Migration hängt von der Weiterleitungskarte, der Content-Parität und der Ladezeit ab, nicht vom Plattformnamen.
Was ist günstiger, Shopify oder WooCommerce?
Das hängt von Größe und Anpassung ab. Shopify hat planbare Gebühren plus Apps und Transaktionsgebühren; WooCommerce hat Hosting, Plugin-Lizenzen und Entwicklerzeit. Vergleichen Sie Dreijahressummen inklusive Migration.
Kann ich von Shopify zu WooCommerce wechseln, nicht nur umgekehrt?
Ja. Wir migrieren in beide Richtungen; die Route Shopify → WooCommerce ist separat dokumentiert und dreht sich vor allem um das Mapping von Metafeldern und den Neuaufbau von Smart Collections.
Beeinflusst die Wahl die Dauer der Migration?
Teilweise. Der Weg zu Shopify dauert bei Katalogen mit vielen eigenen Feldern länger, weil jedes eine Metafeld-Entscheidung braucht; der Weg zu WooCommerce dauert länger, wenn viele Apps durch Plugins ersetzt werden müssen.